Hier finden Sie eine kleine Auswahl von Pressetexten, Infos und Videos zu meinen Stücken:

Premiere von Manitu drückt ein Auge zu

"Was für ein Spaß! Großer Erfolg für die Uraufführung der Komödie "Manitu drückt ein Auge zu" am Landestheater Dinkelsbühl. Kein Auge bleibt trocken bei der Geschichte um Winnetou-Erfinder Karl May".


Alle Fotos zu Manitu: Hans von Draminski

24.11.2017


"Karl May höchstpersönlich feierte am 22. November 2017 am Landestheater Dinkelsbühl Premiere im vergnüglichen Stück Manitu drückt ein Auge zu. Mit einer guten Portion Augenzwinkern, schlagfertigen Dialogen und bühnenwirksamen Szenen spielen die Autoren – ganz im Sinne des Meisters – ungeniert und mit viel Humor mit unglaubwürdigen Fakten und glaubwürdiger Fiktion und verstricken Karl May, der gerade drauf und dran ist, mit Frau und Freundin die Orte seiner Romane im Orient einmal wirklich zu besuchen, in eine rasante Hochstaplerkomödie, bei der Silberbüchse, Bärentöter und Henrystutzen ebenso zum Einsatz kommen wie hanebüchene Ausreden, falsche Identitäten und weibliche List. „Lustig geht es zu in der Villa Shatterhand. Das ist aber nicht alles. Peter Cahn inszeniert Manitu drückt ein Auge zu so, dass sogar noch etwas Rührendes mitschwingt und eine große Sympathie für gutmütige Spinner, Sonderlinge und Phantasten über der Szene schwebt.“ (Fränkische Landeszeitung; 24.11.2017) Die Autoren Wolfgang Neruda und Christa Margret Rieken nutzen Karl Mays Biographie, um einen kurzweiligen Abend fernab üblicher Tür-auf-Tür-zu-Komödien zu gestalten, bei dem eine bürgerliche Existenz auf der Kippe steht: „Der Erfolgsschriftsteller will endlich mit Frau, Freundin und Verleger zu seiner ersten echten Orientreise aubrechen, da erfährt die Gattin per Brief von einem unehelichen Kind ihres Mannes. Außerdem will ein vermeintlicher Gerichtsassessor den falschen Doktortitel von Karl May auf seine Rechtmäßigkeit prüfen. Und die Zeit läuft weg, weil die vier zum Zug müssen. Das sind Motive, mit denen sich eine Handlung auf den Abgrund zutreiben lässt ... Peter Cahn schärft die Vorlage an und baut sie aus. Mit Mut zur Albernheit drehen er und sein Ensemble das Ganze bis ins Absurde hoch. Männer stülpen sich Indianderperücken über, kämpfen in Zeitlupe, fuchteln mit Messer, Tomahawk, Gewehren und Funken sprühenden Dynamitstangen herum.“ (ebda.) Das Ergebnis: „Super!“, so ein Besucher kurz und bündig im BR-Interview. "(Zusammenfassung: VVB Norderstedt)

 

 


MORD IN ASPIK


 © Foto: Harald Hofmann, Tassilo Theater Möhrendorf
© Foto: Harald Hofmann, Tassilo Theater Möhrendorf

Kleinseebach: Die Angst geht um unter der Kochmütze

Premiere der Kriminalkomödie „Mord in Aspik“ im Kleinseebacher Mühlentheater - 27.10.2015                              

Autsch! Mit scharfen Messern kann man kochen, sich verletzen oder, was noch schlimmer ist, andere verletzen. Profi-Fernseh-Koch Anton Bratbeker weiß jetzt nur nicht: Hat er oder hat er nicht? Nach einem wilden Gefuchtel im Dunklen liegt nämlich in Bratbekers privater Versuchsküche (die echt ist!) ein Mann am Boden – was den vor Angst und Aufregung schlotternden Menschen unter der Kochmütze glauben lässt, er hätte jetzt gerade jemanden erstochen. Doch wie jeder weiß, ist nicht alles, was offensichtlich scheint, auch tatsächlich so – erst recht nicht in einer Komödie. Tja: Hat er nun oder hat er nicht?

Clever ausgesucht: Das Mühlentheater-Ensemble hat sich unter der Leitung von Karl Heilmann mit „Mord in Aspik“ ein Stück erwählt, das vergleichsweise stringent ist. Hier wird nicht – wie sonst im Boulevardtheater gerne üblich – ein anfängliches Chaos einfach turbomäßig in die Höhe geschraubt, hier lassen sich Vorlage und Inszenierung angenehm Zeit – freilich ohne das beliebte Handlungs- und Personen-Chaos gänzlich ausfallen zu lassen. Klar, wäre ja sonst keine Boulevardkomödie mehr.

Es treten also auf: Besagter Fernsehkoch, dessen hibbelige, nicht ganz treue Ehefrau, ein windiger Rechtsanwalt mit Ambitionen auf genau diese Ehefrau, der nicht ganz helle Sohn des Kochs und dessen sehr lockere Freundin sowie eine sehr bestimmte Kommissarin. Unschwer zu sehen: Eine solche Personage ist prädestiniert für Typenkomik, und die wird auch saftig ausgespielt. Und als dann noch die Wirkung diverser „Wirkstoffe“, die unwissend verzehrt werden, voll durchschlägt, gibt es beim Kichern kein Halten mehr.

     

Aber – und hier ist Respekt angesagtdie Chose kommt nicht zu überdreht, nicht zu blödsinnig, nicht zu hopplahopp daher. Die Schauspieler halten gut Maß, Regisseur Karl Heilmann hat Akteure und Angelegenheit sehr gut im Griff, lässt die Dramaturgie in keine Richtung ausfransen. Ein Abend zum Schmunzeln.

 

  

mko

   

              Mörderisches Kochen in Möhrendorf und Oberhausen:


Tod in Aspik (Mord in Aspik)

WAZ Oberhausen 29.09. 2015



Herr Sumsemann fliegt zum Mond

Zauberhafter Höhenflug: Laienbühne Freising begeistert mit „Peterchens Mondfahrt“ auf der ganzen Linie

04.11.2018

Foto© Bungartz



(Foto: Lukas Barth)



Die Schöne und das Biest

Ausverkaufte Vorstellungen bei der Heikendorfer Speeldeel

Dezember 2017

Foto @ Henning Walz


                                    Vorstellung Eutin 2015, Foto: Wolfgang Neruda


                                                                  Die Schöne und das Biest in München, 2014



ALLES BETRUG

Premiere im Juni 2017 in Krempe



Freilichtbühne Lilienthal, Sommer 2017

Mütter sind der Motor in einem Märchen für alle

28.05.2017
Wenn die Heldin von der Bühne herunter fragt, ob sie in das Haus hinter sich hineingehen solle, und ein Chor Erwachsener laut „Ja“ ruft, dann macht dieses Theaterstück seinem Genre alle Ehre. Familienstück nennt die Freilichtbühne Lilienthal ihr „Schneewittchen und die sieben Agenten“, und sowohl die Kinder auf den Decken dicht an der Bühne als auch die Erwachsenen auf den Zuschauerbänken hatten sichtlich Spaß daran. Am Ende der Premierenvorstellung gab es Standing Ovations und Johlen für eine witzig-spritzige Inszenierung mit vielen liebevollen Details.

Der Name des Stücks ließ ahnen: „reine“ Gebrüder Grimm können das nicht werden. In der Bearbeitung von Autorin Christa Rieken vereinen sich Märchen und Humor auf gelungene Weise. Von einem hinreißenden Ensemble gespielt ergab eine Vorstellung mit viel Gelächter und Szenenapplaus.

Undine Zeidler, Weser Kurier


Freilichtbühne Hallenberg, Sommer  2015

Bei den Zwergen hinter den Hallenberger Bergen

 

Hallenberg, 01.06.2015


Eine gelungene Premiere feierte am Sonntagnachmittag das Kinderstück auf der Hallenberger Freilichtbühne. Die sieben Zwerge sind dort in geheimer Mission unterwegs. Ein Schneegestöber gab`s gestern in Hallenberg - zum Glück nicht wirklich, sondern nur bei Schneewittchen auf der Freilichtbühne. Mehr als 700 Zuschauer erlebten dort bei gutem Wetter eine tolle Premiere des diesjährigen Kinderstücks. (...) Die Zwerge als tolles Team in geheimer Mission, was dem Märchen witzig-modernen Pep bringt und gleichzeitig das, was das klassische Märchen ausmacht, nicht aus den Augen verliert.(...) Ideenreicher Wortwitz, 80 Akteure, tolle Überraschungs-Momente und jede Menge Situationskomik machen das Kinderstück zu einem Erlebnis für die ganze Familie.
 

Westfalenpost


Glänzende Premiere der Theaterkiste vor vollem Haus (15.03.2012)

„Gestatten, mein Name ist Bond, James Bond“. Der weltbekannte Kinoheld kommt im neuesten Stück der „Weingartener Theaterkiste“ zwar nicht vor, aber sein magisches Kürzel „007“ steht Pate für eine herrlich verrückte Schneewittchen-Geschichte, in der sich sieben Zwerge in „007-Zwerge“ verwandeln.(...)

In geschickter Weise verbindet die Autorin Christa Margret Rieken die Originalvorlage mit völlig neuen Elementen und transponiert die Figuren in die heutige Welt. 
Dennoch halten der Kernsatz „Wer hat von meinem Tellerchen gegessen“ und der vergiftete Apfel den Bezug zum echten Märchen. Die Weingartener Theaterkiste hat eine zweistündige Kinderunterhaltung vom Feinsten draus gemacht und die Zuschauer im ausverkauften Haus dankten es mit Begeisterung.


Schneewittchen und die 7 Zwerge in geheimer Mission begeistern Seesen

 

Bild zur Nachricht

 

Am vergangenen Wochenende (24.11.12 u. 25.11.12) präsentierte die Junge Bühne Seesen ihr diesjähriges Kinderstück „Schneewittchen und die 7 Zwerge in geheimer Mission“ frei nach den Brüdern Grimm von Christa Margret Rieken. (...) Mehr als 1000 Zuschauer zogen die Laiendarsteller in ihren Bann. Am Sonntag war die Aula am Sonnenberg ausverkauft.(...)
Wohl kaum jemand im Publikum kannte die Geschichte von Schneewittchen und den sieben Zwergen nicht, doch diese Zwerge führten ein Doppelleben. Ganz in 007-Agenten-Manier, tauschten Sie ihre roten Zipfelmützen gegen Sonnenbrillen, für ihre geheime Mission, aus. (...). 
Die Geschichte blieb immer spannend und nahm am Ende den so wichtigen glücklichen Verlauf. Die restlos begeisterten Kinder und Erwachsene beklatschten und bejubelten die Akteure auf der Bühne.

Der gestiefelte Kater


Junge Bühne Seesen, Novembder 2017



https://www.facebook.com/video.php?v=622509511148357&video_source=pages_finch_main_video
Video

Schlossgespenst Hubert begeistert in der Stadthalle

Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau, vom

Hubert, das Schlossgespenst von Canterville, spukt durch die Stadthalle in Krempe –

 

 

und die Kinder und Jugendlichen haben ihren Spaß.

 

Anfang Dezember begeisterte der Verein Krempe macht Kultur (KmK) das Publikum mit seiner Interpretation des Stückes „Hubert, das Gespenst von Canterville“(...)

Das Stück handelt von Hubert, dem Gespenst von Canterville, das seit Jahrhunderten im Schloss seiner Vorfahren spukt. Das ändert sich jedoch, als die neureiche Familie Meier das Anwesen erwirbt und gar nicht daran denkt, ihr neues Domizil wegen Kettenrasselns und Blutflecken an der Wand wieder zu räumen (...)

 



Christa Margret Rieken, Hamburger Autorin und Märchenschreiberin, hat nach den Motiven aus Peterchens Mondfahrt das Stück "Herr Sumsemann fliegt zum Mond" gemacht. Das ensemble-theater.münchen hat die Uraufführungsrechte für dieses Stück erhalten und zeigt es im Dezember u.a. in Gräfelfing und Neuried.

Die Menschenkinder Peter und Anne haben sich bereit erklärt, mit ihrem Freund, dem Maikäfer Herrn Sumsemann, auf eine gefährliche Mission zu gehen. Herr Sumsemann möchte nämlich endlich sein verlorengegangenes sechstes Beinchen zurückholen. Dafür muss das Trio allerdings bis zum Mond fliegen, wo der finstere Mondmann das Beinchen versteckt hält.

Diese Aufgabe ist ohne Zauberkraft und Magie natürlich nicht zu bewältigen! Zur Hilfe kommt ihnen Felicitas, eine Winterfee im Praktikum, doch auch sie braucht die Unterstützung der andern Sternenbewohner, um die „Mission Beinchen“ zu Ende zu führen. Auf ihrem Weg zum Mond kommen sie an der Sternenwiese vorbei, lernen den Sandmann kennen, kreuzen Irrlichter auf der Milchstrasse, begegnen der schönen Nachtfee samt ihren Verwandten und reiten auf dem wilden Großen Bären bis zur Mondkanone, mit der sie sich schließlich auf den Mond schießen können. Doch der gemeine Mondmann will das Beinchen nicht kampflos rausgeben … Münchener Wochenanzeiger





08. Dezember 2007, Hagen. Theater am Hasper Hammer "Der Froschkönig" / Die Hexen Wurziwas (Ursula Otto) und Wurziwer (Andrea Koske)
08. Dezember 2007, Hagen. Theater am Hasper Hammer "Der Froschkönig" / Die Hexen Wurziwas (Ursula Otto) und Wurziwer (Andrea Koske)

Lachsalven im Hasper Hammer
Der "Froschkönig" feierte Premiere

Haspe. Am Samstag feierte das neue Weihnachtsmärchen des Kulturzentrums Hasper Hammer Premiere. „Der Froschkönig”, frei nach dem Märchen der Gebrüder Grimm von Christa Margret Rieken, war ein fantastischer Spaß für Jung und Alt.

 

„Sind Sie geschäftlich unterwegs?”, fragt der verwirrte König den auf einmal in seinem Schloss aufgetauchten Frosch, der nicht nur sprechen kann und sich zu benehmen weiß wie ein Prinz, sondern darüber hinaus auch noch von der Prinzessin dazu eingeladen wurde, am gemeinsamen Festmahl teilzunehmen. Dieses Festmahl findet zu Ehren Prinz Peters statt, dem Verlobten der Prinzessin, der allerdings mehr in sich selbst verliebt ist als in sie und nichts lieber hätte als ein paar „Froschschenkel auf Toast”. Die Prinzessin ist ihrem etwas verweichlichten Verlobten leider wenig zugetan, den sie aber heiraten muss, um ihre Eltern vor dem Bankrott zu bewahren. Ihre goldene Kugel, das letzte Stück aus dem sonst aus alten Wärmflaschen und allerlei Plunder bestehenden Staatsschatz, holt er ihr allerdings nicht aus dem Brunnen, denn immerhin: „Von Wasser war nie die Rede!” Viel lieber würde sie mit ihrem neuen Freund, dem Frosch spielen, der irgendwie gar nicht so garstig ist, wie sie zunächst dachte (...)
Seit vier Jahren produziert der Hasperm Hammer vor Weihnachten Märchen für Kinder, um ihnen diese wunderschönen Geschichten näher zu bringen. In diesem Jahr übertraf die Darstellung wieder einmal alle Erwartungen(...), dass der Nachmittag nicht nur bei den Kindern in schallendes Gelächter ausartete. Auch die Eltern konnten bei den vielen Witzen und der ständig präsenten Situationskomik kaum an sich halten. Einfach schön war es, wie die Kinder mit einbezogen wurden. Die Schauspieler stellten ihnen Fragen zum Handlungsverlauf, sie wurden richtig Teil der Geschichte. Das ging so weit, dass die Kinder irgendwann begannen, die passenden Geräusche zur Untermalung des Stücks selbstständig zu machen. Das Stück endete mit dem Lied des Froschkönigs, das alle Zuschauer, ob jung oder alt, begeistert mitsangen. Eine wirklich schöne, lustige und spannende Vorstellung, die es wirklich lohnt zu besuchen.
Von Charlotte Behm (Text) und Michael Kleinrensing (Fotos)

 

Der Froschkönig, Ensemble, Theater München 2015
Der Froschkönig, Ensemble, Theater München 2015



Die kleine Meerjungfrau Im Landestheater Altenburg/ Gera 06. Dezember 2006 | Osterländer Volkszeitung | Uschi Lenk

Willkommen im Reich seiner Matjestät

(…) „Du musst sie küssen!“, schallt es Prinz Olaf vielstimmig aus dem Publikum entgegen. Man sieht den kleinen Zuschauern zur Premiere am Sonntag im Landestheater Altenburg an, wie sie – Daumen drückend und mit vor Aufregung rotem Gesicht – mitfiebern und hoffen, dass er Arielle noch küsst, ehe die Sonne untergeht. Nur dann nämlich erhält sie nicht nur ihre Stimme wieder, sondern darf auch weiterleben, muss nicht zu Meerschaum werden. So will es die Abmachung, die „Die kleine Meerjungfrau“ mit der bösen Meerhexe Morbidia geschlossen hat, um ihre Meerjungfrauen-Flossen gegen zwei Beine eintauschen und so von der Unterwasserwelt in die der Menschen wechseln zu können. (…) In der Tat: Anders als bei Hans Christian Andersen, dem wir das beliebte Biedermeier-Märchen von der kleinen Meerjungfrau verdanken, gibt's auf der Bühne in Altenburg ein Happy End. Ein mehrfaches dazu (…) Christa Margret Rieken ist diese Lesart des Andersen-Stoffes zu danken, die Ursula Kohlert pfiffig und mit Augenzwinkern für Theater & Philharmonie Thüringen in Szene setzte. (…) Wer da meint, diese „Kleine Meerjungfrau“ sei nur etwas für Kinder, der irrt. Es ist vielmehr ein famoser Spaß für die ganze Familie. Das ausverkaufte Haus, in dem sich Kinder, Eltern und Großeltern gemeinsam amüsierten und am Ende kräftig und lange applaudierten, ist Beweis genug. Das Weihnachtsmärchen steht im Dezember insgesamt noch 19-mal auf dem Spielplan im Landestheater.




Theater und Philharmonie Altenburg/Gera

Landesthater Altenburg/ Gera

21. November 2008 | Osterländer Volkszeitung | Uschi Lenk

Ein Waschbär im Dschungelbuch

Altenburg. Gespannte Erwartung am Sonntagvormittag im Altenburger Heizhaus „Das Dschungelbuch“ aber kennen die meisten der kleinen und großen dort versammelten Menschen. Die älteren auch noch die 1895 erschienene literarische Vorlage von Rudyard Kipling und vielleicht die Inszenierung Anfang der 90er-Jahre am Landestheater Altenburg, die jüngeren eher den nicht ganz originalgetreuen Zeichentrickfilm aus dem Hause Disney. Bald werden sie noch eine neue Version kennenlernen, denn die Premiere von „Das Dschungelbuch“ am 29. November ist zugleich eine Uraufführung. Die Autorin Christa Margret Rieken – dem hiesigen Publikum bestens bekannt durch „Die kleine Meerjungfrau“ – habe das Kinderstück eigens für das Landestheater verfasst und den Schauspielern die Rollen sozusagen auf den Leib geschrieben, berichtete Dramaturgin Dagmar Kunze. (…) Natürlich sind der gemütliche Bär Balu und der fürsorgliche schwarze Panther Baghira, der gefürchtete Tiger Shir Khan und die tückische Schlange Kaa mit von der Partie, wie Affen und Wölfe. Auch der Junge Mogli, der als Säugling im Dschungel gefunden wurde und um den sich Kiplings Erzählungen und Gedichte drehen. Und dann ist da noch ein Waschbär namens Bruce (…) Ach so: Wovon „Das Dschungelbuch“ erzählt und wie der Kampf des Guten gegen das Böse ausgeht, sollte sich jeder selbst anschauen.

 

Ostthüringer Zeitung Dr. Tatjana Mehner

Zusammen sind wir stark!

„Zugabe, Zugabe!“ skandieren die jungen Besucher voll Enthusiasmus. Kein Wunder, denn wie im Fluge ist die reichliche Stunde vergangen, in der Mogli den Tieren des Dschungels zeigte, dass man in Gemeinschaft vieles schaffen kann, was allein niemals möglich wäre. (…) Frei nach Rudyard Kiplings Roman erzählt Christa Margret Rieken in ihrem Stück von Mogli, dem Menschenkind, das vom bösen Tiger Shir Khan geraubt wird, aber in letzter Minute von der Pantherin Baghira gerettet wird und unter den Tieren des Dschungels aufwächst, bis seine Mutter es wiederfindet. Aber der Dschungel lässt den Jungen ebenso wenig los, wie die Tiere die Erfahrung mit dem kleinen Menschen einfach nicht vergessen können. Am Ende ist es Mogli, der mit dem menschlichen Wissen um die Kraft der Gemeinschaft den Tieren zum Sieg über Shir Khan verhilft. Aus dieser Grundkonstellation entwickeln die Geraer Schauspieler in Gunda Aurichs Inszenierung in flottem Spiel ein ebenso klar nachvollziehbares wie amüsantes Bühnengeschehen. Spannend für die Kleinen und richtig witzig für Größere und ganz Große. Das gibt Raum für fantastische vier rappende Affen (Ulrich Milde, Karin Kundt-Petters, Sascha Siebert, Mario Binkowski), mehr als einen Bären-Spaß mit dem liebenswerten Balu (Manuel Kressin) und dem witzigen Bruce (Mechthild Scrobanita), einem Waschbärchen, das aus dem Zoo abgehauen ist und nun sein Glück im Dschungel versucht. (…) Flotte Rhythmen mit hintersinnigen oder vordergründigen Anspielungen machen Spaß und fordern zum anfeuernden Mitklatschen heraus, nicht zu sehr, denn geschickt sorgen die Geraer dafür, dass die Spannung nicht nachlässt und das junge Publikum an der Geschichte bleibt. Die bösen oder zumindest zweifelhaften Charaktere muss man dennoch besonders lieben: David Lukowczyk ist mit mächtig skurriler Macho-Attitüde ein wunderbar schräger Tiger-Bösewicht. Und das, was Alice von Lindenau als lispelnde schlanke Schlange Kaa an Minenspiel und Körperbeherrschung zu bieten hat, ist allein schon ein Kabinettstück. Ein Spaß für die ganze Familie mit (vielleicht) nicht gar zu kleinen Kindern, für den man seinen Kipling durchaus kennen darf, aber nicht unbedingt kennen muss.

 



 

Ein großes Abenteuer

Nordbayerischer Kurier vom 10.11.2009
Von Ulrike Sommerer

 

Ganz gebannt starren Emilie und Ida auf die Bühne. Mit offenen Mündern verfolgen sie, wie Peter Pan mit Hilfe der Kinder gegen den bösen Captain Hook kämpft. Mit "Peter Pan und die verlorenen Kinder" zeigt der Brandenburger Kulturstadl ein absolut abenteuerliches Märchen, das die Kinder im Publikum fesselt. Erst als der Vorhang fällt, hat Ida wieder einen Blick für ihre erwachsenen Begleiter. "Das war zu kurz", sagt sie nur, ehe sie den Rest des Abends Peter Pans Abenteuer nachspielt.
Und die Zeit vergeht - ganz ohne Feenstaub - tatsächlich wie im Flug, wenn Peter Pan (in der Premierenbesetzung gespielt von Vanessa Tost) gegen Hook (Alexander Gross) kämpft, unterstützt von vielen Nimmerlandkindern auf der Bühne und natürlich den vielen Kindern im Zuschauerraum. Da wird mit Schwertern gekämpft und mit Tricks gegen den bösen Hook und den Piraten Smee (Stephan Müller) gearbeitet, dass es eine wahre Pracht ist. Und trotz aller Aufregung wird es auch den kleinsten Zuschauern nie zu gruselig. Die Zahl der bösen Charaktere ist in der Unterzahl und auf das gefährliche Krokodil wird optisch verzichtet (man hört es nur rülpsen). 
Regisseurin Claudia Köstler hat das Stück in kindgerecht-atemberaubender Geschwindigkeit auf die Bühne gebracht. Keine Sekunde wird die Geschichte um den Kampf zwischen Peter Pan und Hook langweilig. Verschiedene Auftrittsorte die den gesamten Raum einbeziehen und ein Bühnenbild (von Michael Deyerling und Ensemble), das ein einziger Abenteuerspielplatz zu sein scheint, bieten den jungen Zuschauern ebenfalls viel zum Entdecken. Nun denn, auf ins Nimmerland! (Und natürlich wieder zurück. Erwachsenwerden ist ja schließlich auch ein Abenteuer.)

Video

Brandenburger Kulturstadl, Bayreuth